Einstieg · NISG 2026
NIS2-Schulung für Leitungsorgane
Schulungspflicht erfüllen, Cyberrisiken aus Managementsicht verstehen, Entscheidungen im Ernstfall üben: ein kompakter Präsenztag für Geschäftsführung, Vorstand und ausgewählte Schlüsselpersonen von Unternehmen, die unter das NISG 2026 fallen. Wermescher Advisory vermittelt die relevanten Managementthemen, wendet sie in einer realistischen Cyber-Tabletop-Exercise an und schafft Raum für den vertraulichen Austausch mit anderen Leitungsorganen.
- 1 Präsenztag · 09:00–17:00
- 990 EUR pro Person (zzgl. USt. · ab 6, max. 12 Teilnehmer)
- Teilnahmebestätigung + dokumentierte Schulungsinhalte
Wann relevant
Wann sich das lohnt.
- Du bist Geschäftsführer, Vorstand oder Mitglied eines Leitungsorgans eines Unternehmens, das unter das NISG 2026 fällt.
- Du willst die Schulungspflicht nach § 31 Abs. 2 NISG 2026 strukturiert erfüllen und nachvollziehbar dokumentiert haben.
- Folien-Awareness kennst du bereits. Jetzt willst du wissen, welche Entscheidungen die Geschäftsführung im Ernstfall selbst treffen muss.
- Du willst Cyberrisiken und ihre Auswirkungen auf Produktion, Kunden und Lieferanten aus Managementsicht beurteilen können.
- Du willst dich vertraulich mit anderen Leitungsorganen über praktische NIS2-Fragen austauschen.
Leistungsumfang
Was wir übernehmen.
NISG 2026 & Verantwortung
Rechtsrahmen, Governance, Aufsicht und Haftungsfragen: was § 31 NISG 2026 von Leitungsorganen verlangt — managementgerecht aufbereitet, ohne juristischen Overload.
Cyberrisiken & Business Impact
Welche Services müssen laufen? Wo bestehen IT-, OT-, Cloud- und Lieferanten-Abhängigkeiten? Was bedeutet ein Ausfall konkret für Betrieb, Kunden und Finanzen?
Risikomanagement auf Managementebene
Die Maßnahmenbereiche aus § 32 NISG 2026 im Überblick — mit Fokus darauf, welche Fragen du stellen und welche Nachweise du von deiner Organisation erwarten solltest.
Incident- & Krisenmanagement
Vom ersten Verdacht bis zu Krisenstab, Meldeweg nach der 24-Stunden-, 72-Stunden- und 30-Tage-Logik, Kundenkommunikation und Managemententscheidung.
Cybersecurity für Führungskräfte
Phishing, CEO-Fraud, Ransomware, Datenmissbrauch, Deepfakes und MFA — inklusive der Angriffsszenarien, die sich gezielt gegen Führungskräfte richten.
Cyber-Tabletop-Exercise
Das Gelernte wird unmittelbar angewendet: Die Gruppe bildet gemeinsam das Leitungsorgan eines fiktiven Unternehmens und reagiert auf einen eskalierenden Cybervorfall.
Ergebnis
Was dir das bringt.
- Du kennst deine Pflichten als Leitungsorgan nach NISG 2026 und weißt, wie du ihre Einhaltung beaufsichtigst.
- Du hast einen kompletten Cybervorfall aus Sicht der Unternehmensleitung durchgespielt — inklusive Priorisierung, Meldeweg und Kommunikation.
- Eine Teilnahmebestätigung mit den tatsächlich behandelten Inhalten, dazu Schulungsprogramm und Lernziele für eure interne Compliance-Dokumentation.
- Erfahrungswerte und Kontakte aus dem vertraulichen Austausch mit anderen Leitungsorganen.
Praxis statt Folien
Dienstag, 09:17 Uhr. Die Produktion steht. Was entscheidest du?
In der softwaregestützten Tabletop-Exercise übernimmt die Gruppe gemeinsam die Leitung eines fiktiven österreichischen Unternehmens. Neue Informationen kommen schrittweise herein. Ihr müsst bewerten, priorisieren und entscheiden — genau dort, wo Cybersecurity zur Führungsaufgabe wird.
- 09:17
Zentrale Systeme sind nicht mehr erreichbar.
- 09:32
Der IT-Dienstleister vermutet einen Cyberangriff.
- 10:05
Eine Ransomware-Forderung erscheint.
- 10:22
Der größte Kunde verlangt eine Stellungnahme.
- 10:40
Der Angreifer behauptet, Kundendaten kopiert zu haben.
- 11:00
Meldepflicht und externe Kommunikation stehen im Raum.
Technische Forensik spielt dabei keine Rolle. Die Exercise konzentriert sich auf die Managementfragen: Welche Information fehlt? Wer entscheidet? Was hat Priorität? Welche Verantwortung bleibt bei dir?
Executive Roundtable
Von anderen Geschäftsführungen lernen — vertraulich.
Cybersecurity wird in vielen Unternehmen gerade gleichzeitig zur Managementaufgabe. Deshalb ist der Erfahrungsaustausch bewusst Teil des Tages.
Während der Exercise
Unterschiedliche Managemententscheidungen werden in der Gruppe offen diskutiert.
Moderierter Roundtable
Am Ende der Exercise moderieren wir den Austausch zu konkreten Managementfragen und Lessons Learned.
Mittagessen & Pausen
Das gemeinsame Mittagessen und die Pausen bieten bewusst Raum für den informellen Austausch.
Für offene Veranstaltungen gilt eine Vertraulichkeitsregel nach dem Prinzip der Chatham House Rule: Konkrete Aussagen werden außerhalb der Runde weder Personen noch Unternehmen zugeordnet.
Dokumentiert
Die Teilnahmebestätigung nennt, was tatsächlich behandelt wurde.
Zusätzlich stellen wir das Schulungsprogramm und die Lernziele für eure interne Compliance- und Nachweisdokumentation bereit. Konzipiert und durchgeführt von DI Herwart Wermescher.
Behandelte Themen
- NIS-2 / NISG 2026 Rechtsrahmen
- Governance und Verantwortung des Leitungsorgans
- Cyber-Risikomanagement
- Business Impact und kritische Abhängigkeiten
- Asset- und Schwachstellenmanagement
- Lieferkettensicherheit
- Incident Handling
- Business Continuity
- Krisenmanagement
- Melde- und Eskalationswege
- Cyberhygiene für Führungskräfte
- Phishing, Ransomware, CEO-Fraud
- MFA und Zugriffssicherheit
- Cyber-Tabletop-Exercise
- Managemententscheidungen im Cybervorfall
Im Nachweis enthalten
- Name und Funktion
- Unternehmen
- Datum und Ort
- Schulungsdauer
- Schulungsanbieter und Trainer
- behandelte Inhalte
- absolviertes Tabletop-Praxismodul
Nächste Termine
Die nächsten offenen Termine planen wir nach Region und Nachfrage. Wenn du mit Geschäftsführung, Vorstand oder Schlüsselpersonen teilnehmen möchtest, merk dein Interesse unverbindlich vor — wir melden uns mit Terminvorschlägen für deine Region.
Ablauf
So gehen wir vor.
- 01
Governance & Verantwortung
NISG 2026, die Rolle des Leitungsorgans, Aufsichts- und Haftungsfragen.
- 02
Risiken verstehen
Business Impact, kritische Abhängigkeiten und die Risikomanagementmaßnahmen nach § 32.
- 03
Gemeinsames Mittagessen
Bewusst Raum für informellen Austausch mit den anderen Teilnehmern.
- 04
Cyber-Tabletop-Exercise
Ein realistischer Vorfall, schrittweise eingespielte Informationen, echte Managemententscheidungen.
- 05
Executive Roundtable
Lessons Learned, Austausch und Transfer auf die eigene Organisation.
- 06
Dokumentation
Lerntransfer-Check und detaillierte Teilnahmebestätigung.
FAQ
Häufige Fragen.
Ist eine NIS2-Schulung für Geschäftsführer in Österreich Pflicht?
Ja. § 31 Abs. 2 NISG 2026 verpflichtet die Leitungsorgane wesentlicher und wichtiger Einrichtungen zur Teilnahme an Cybersicherheitsschulungen, die spezifisch für sie gestaltet sind. Die Pflichten gelten ab 1. Oktober 2026. Ob dein Unternehmen betroffen ist, klärt der NIS2-Betroffenheits-Wegweiser.
Wer gilt als Leitungsorgan im Sinne des NISG 2026?
Geschäftsführer einer GmbH und Vorstände einer AG — also die Personen, die nach Gesetz, Satzung oder Vertrag zur Führung der Geschäfte berufen sind. Aufsichtsräte fallen nach herrschender Lesart nicht darunter. Für IT-Leitung, CISO, Risikomanagement oder Compliance ist die Teilnahme keine gesetzliche Pflicht, in der Praxis aber häufig sinnvoll.
Reicht eine allgemeine Cybersecurity-Awareness-Schulung aus?
Nein. Das Gesetz verlangt Schulungen, die für Leitungsorgane spezifisch gestaltet sind und deren Managementaufgaben berücksichtigen. Eine Mitarbeiter-Awareness-Schulung deckt diese Anforderung nicht ab.
Gilt § 38 BSIG auch in Österreich?
Nein. § 38 BSIG ist die deutsche Regelung. In Österreich gilt die Schulungspflicht nach § 31 Abs. 2 NISG 2026 (BGBl I Nr. 94/2025). Diese Schulung ist durchgehend auf die österreichische Rechtslage ausgerichtet.
Was droht, wenn das Leitungsorgan nicht geschult ist?
Fehlende Schulungen für Leitungsorgane sind eine eigene Verwaltungsübertretung nach § 45 Abs. 1 Z 1 NISG 2026. Der Strafrahmen reicht bis 10 Mio. EUR oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes bei wesentlichen Einrichtungen und bis 7 Mio. EUR oder 1,4 % bei wichtigen Einrichtungen. Die Strafe richtet sich an die Einrichtung. Bei wesentlichen Einrichtungen kann die Behörde Leitungsorganen zusätzlich vorübergehend die Wahrnehmung von Leitungsaufgaben untersagen (§ 39 Abs. 4 Z 2). Details im Insight zu Sanktionsregime und Geschäftsleiter-Haftung.
Wie oft muss die Schulung wiederholt werden?
Das NISG 2026 nennt kein fixes Intervall und keinen Mindestumfang. Die Entscheidung ist risikobasiert zu treffen und sollte zur Risikolage und zur Veränderungsdynamik im Unternehmen passen. In der Praxis hat sich eine regelmäßige Auffrischung etabliert.
Müssen auch die Mitarbeiter geschult werden?
Ja. Nach § 31 Abs. 2 zweiter Satz NISG 2026 müssen Einrichtungen ihren Mitarbeitern regelmäßig entsprechende Schulungen anbieten — das ist ein eigener Straftatbestand (§ 45 Abs. 1 Z 2). Dieser Präsenztag deckt die Pflicht für die Leitungsorgane ab; Awareness-Programme für die Belegschaft baut ihr separat auf, etwa im Rahmen der NIS2-Beratung.
Bekomme ich eine Teilnahmebestätigung?
Ja. Die Teilnahmebestätigung dokumentiert neben Dauer und Termin auch die wesentlichen behandelten Schulungsinhalte und das absolvierte Tabletop-Praxismodul. Dazu bekommt ihr das Schulungsprogramm und die Lernziele für eure interne Compliance- und Nachweisdokumentation.
Ist das eine Prüfung oder eine Personenzertifizierung?
Nein. Die Veranstaltung ist eine Schulung mit Lerntransfer-Check. Eine Personenzertifizierung oder formale Fachprüfung ist sie nicht.
Muss ich technische Cybersecurity-Kenntnisse mitbringen?
Nein. Das Format richtet sich bewusst an Management und Leitungsorgane. Technische Inhalte werden so weit behandelt, wie sie für Entscheidungen und Aufsicht notwendig sind.
Was ist die Cyber-Tabletop-Exercise?
Eine moderierte Simulation eines Cybervorfalls. Die Gruppe erhält schrittweise neue Informationen und trifft aus Sicht der Unternehmensleitung Entscheidungen — Bewerten, Priorisieren, Eskalieren, Kommunizieren. Wie so eine Übung abläuft, zeigt der Insight Tabletop-Exercise in 45 Minuten.
Muss ich Interna meines Unternehmens offenlegen?
Nein. Die offene Veranstaltung arbeitet mit einem fiktiven Unternehmen, und für den Austausch gilt eine Vertraulichkeitsregel nach dem Prinzip der Chatham House Rule. Wer das Szenario auf die eigene Organisation zuschneiden will, wählt das Inhouse-Format.
Können mehrere Personen aus unserem Unternehmen teilnehmen?
Ja. Bewährt hat sich die Kombination aus Leitungsorgan und einer relevanten Schlüsselperson, etwa IT-Leitung, CISO, Risikomanagement oder Compliance. Mehrere Unternehmen können die Schulung auch als geschlossene Runde durchführen — etwa gemeinsam mit Partnern, Lieferanten oder verbundenen Unternehmen, mit vertraulichem Austausch und geteilten Kosten.
Was passiert, wenn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird?
Die Veranstaltung wird ab sechs Teilnehmern durchgeführt. Wird die Mindestzahl nicht erreicht, bieten wir dir einen alternativen Termin an.
Was ist der Unterschied zum NIS2-Strategiebriefing?
Die Schulung vermittelt die für Leitungsorgane relevanten Kenntnisse und wendet sie in der Tabletop-Exercise praktisch an; das Ergebnis ist ein dokumentierter Schulungsnachweis. Das NIS2-Strategiebriefing analysiert dagegen die konkrete Situation und den Reifegrad deines Unternehmens und liefert daraus eine qualitative Einschätzung mit schriftlicher Empfehlung.
Für ein einzelnes Unternehmen
Inhouse: die gleiche Schulung — mit deinem Unternehmen im Szenario
Für Inhouse-Veranstaltungen passen wir die Exercise an Geschäftsmodell, kritische Services, IT- und OT-Abhängigkeiten, Krisenorganisation und die tatsächlichen Rollen der Teilnehmer an. Der Schulungsteil bleibt derselbe, das Szenario wird zu eurem.
Vorbereitung
Wir nehmen Scoping, Rollen, kritische Services und die relevanten Abhängigkeiten auf — die Grundlage für ein Szenario, das eure Realität trifft.
Maßgeschneiderte Tabletop
Die tatsächlichen Teilnehmer übernehmen ihre realen Rollen. Damit wird sichtbar, wie eure Entscheidungswege unter Zeitdruck funktionieren.
Optionaler After Action Review
Beobachtungen, Stärken und priorisierte Verbesserungspotenziale dokumentieren wir auf Wunsch in einem separaten Bericht — als Anschluss an eure Incident-Playbooks und die Notfallorganisation.
Mehrere Unternehmen können die Schulung auch als geschlossene Runde durchführen, etwa gemeinsam mit Partnern, Lieferanten oder verbundenen Unternehmen. Das ermöglicht vertraulichen Austausch entlang der eigenen Lieferkette und eine gemeinsame Kostenaufteilung. Beides besprechen wir im direkten Austausch.
NIS2, NISG 2026 und die Schulungspflicht in Österreich
Die europäische NIS2-Richtlinie gibt den Rahmen vor, das österreichische Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 (NISG 2026, BGBl I Nr. 94/2025) setzt ihn national um. Für Leitungsorgane sind zwei Absätze entscheidend: § 31 Abs. 1 verpflichtet sie, die Einhaltung der Risikomanagementmaßnahmen nach § 32 sicherzustellen und zu beaufsichtigen. § 31 Abs. 2 verpflichtet sie darüber hinaus, an Cybersicherheitsschulungen teilzunehmen, die spezifisch für Leitungsorgane gestaltet sind. Die Schulungspflicht ist damit die Befähigung zur Aufsichtspflicht: Wer beaufsichtigen soll, muss beurteilen können, was er da beaufsichtigt.
Derselbe Absatz verpflichtet die Einrichtungen zusätzlich, ihren Mitarbeitern regelmäßig Schulungen anzubieten. Beide Pflichten sind eigenständig sanktioniert: § 45 Abs. 1 Z 1 erfasst die Leitungsorgan-Schulung, Z 2 die Mitarbeiter-Schulung. Flankierend führt § 32 Abs. 4 lit. g Cyberhygiene und Cybersicherheitsschulungen ausdrücklich als Risikomanagementmaßnahme.
Viele Angebote im deutschsprachigen Raum berufen sich auf § 38 BSIG. Das ist die deutsche Umsetzung und für österreichische Unternehmen nicht die maßgebliche Rechtsgrundlage. Was hier zählt, ist § 31 Abs. 2 NISG 2026 — inklusive der österreichischen Aufsichts-, Melde- und Sanktionslogik, die daran hängt. Wie weit dein Unternehmen bei den übrigen Geschäftsführungspflichten steht, prüfst du mit der NIS2-Geschäftsführer-Checkliste, die den Schulungspunkt als eigenen Abschnitt führt.
Ein starrer Lehrplan und eine Mindeststundenzahl sind im Gesetz nicht vorgesehen. Die Themenauswahl dieser Schulung orientiert sich deshalb an den Empfehlungen der Wirtschaftskammer Österreich und deckt Rechtsrahmen, Governance, Risikomanagement, Lieferkette, Incident- und Krisenmanagement sowie die persönlich relevanten Angriffsszenarien ab. Der Stichtag für die Aufsicht ist der 1. Oktober 2026; bis dahin sollte die Schulung der Leitungsorgane stattgefunden haben und dokumentiert sein. Welche Pflichten daneben greifen, zeigt der Praxis-Überblick zur NIS2-Betroffenheit in Österreich. Wer die Übungsseite vertiefen will, findet in den Insights zu Übungen und Incident Response die Erfahrungen aus bisherigen Tabletop-Formaten.
Die Tabletop-Exercise läuft softwaregestützt über die Übungsplattform SecDrills
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